Der integrierte Ansatz: Warum einzelne Kennzahlen nicht ausreichen
Erfolgreiche Fertigungsunternehmen setzen auf die systematische Kombination aus Teamentwicklung, operativen Kennzahlen und kontinuierlicher Verbesserung. Nicht jede Kennzahl ist für jedes Unternehmen gleichermaßen aussagekräftig – ein Controlling-Konzept kann nur dann erfolgreich sein, wenn es den besonderen Anforderungen des eigenen Betriebs gerecht wird.
Viele Geschäftsführer im Maschinenbau stehen vor der Herausforderung, aus einer Vielzahl möglicher Kennzahlen die richtigen auszuwählen und diese sinnvoll mit der Teamentwicklung zu verknüpfen. Die Lösung liegt in einem integrierten Ansatz, der operative Exzellenz mit systemischer Organisationsentwicklung verbindet.
Konzentrieren Sie sich auf maximal zehn Produktions-KPIs, die verschiedene Geschäftsbereiche abbilden. Laut aktuellen Studien werden Kennzahlen-Systeme mit mehr als zehn KPIs schnell unübersichtlich und verlieren ihre Steuerungswirkung.
Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) bildet dabei die fundamentale Kennzahl. Sie errechnet sich aus drei Komponenten:
Beispiel aus der Praxis: Thermo Fisher konnte durch systematische Standardisierung der Datensammlung und Normalisierung aller Produktionsverluste auf Zeitbasis eine 17%ige OEE-Verbesserung in nur 6 Wochen erreichen.
Jedes Team hat einen wirtschaftlichen Grund für seine Existenz – daher muss Teamleistung messbar sein. Die Kombination aus sozialen und operativen Kennzahlen zeigt, ob sich die Teamleistung tatsächlich verändert.
Erfolgreiche Teamentwicklung in der Fertigung bedeutet:
KVP funktioniert als Denkweise mit stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten. Statt großer, langwieriger Projekte setzen erfolgreiche Unternehmen auf viele kleine, schnell realisierbare Maßnahmen unter Einsatz der PDCA-Methode (Plan-Do-Check-Act – planen-umsetzen-prüfen-agieren).
Der Schlüssel liegt in der systematischen Umsetzung: KVP-Teams analysieren regelmäßig Probleme in ihren Bereichen und entwickeln konkrete Verbesserungsvorschläge, die unmittelbar umgesetzt werden können.
Identifizieren Sie Ihre individuellen Controlling-Anforderungen durch systematische Analyse. Brechen Sie die strategische Zielsetzung des Managements auf operative Ebenen herunter und definieren Sie für jeden Bereich maximal drei Kern-KPIs.
Visualisieren Sie die wichtigsten KPIs für Ihre Teams in übersichtlichen Dashboards. Moderne cloudbasierte Lösungen ermöglichen auch KMU ohne eigene IT-Basis den Einstieg in durchgängige digitale Prozesse.
Etablieren Sie jährliche Audits Ihrer KVP-Teams mit klaren Problemanalysen und Verbesserungsvorschlägen. Diese systematische Herangehensweise führt zu kontinuierlichen Prozessverbesserungen und steigender Produktivität.
Kombinieren Sie Team- und Prozessleistung in strukturierten Bewertungen. Erste Verbesserungen können bereits nach wenigen Wochen messbar sein, wie das Beispiel von Thermo Fisher zeigt, da viele kleine Maßnahmen schnell umgesetzt werden können.
Zentrale Datenhaltung reduziert Fehlerquoten um 40% bis 75% und ermöglicht effiziente Zusammenarbeit. Automatisierte Workflows verringern Dateneingabefehler und verkürzen Entwicklungszeiten bei steigender Produktqualität.
Der Wille der Unternehmensführung zur unmittelbaren Umsetzung ist entscheidend. KVP-Teams müssen zur direkten Umsetzung ermächtigt werden und benötigen die notwendigen Ressourcen für erfolgreiche Verbesserungsprojekte.
Erarbeiten Sie Kennzahlen gemeinsam mit den Führungskräften in der Produktion. Diese partizipative Herangehensweise unterstützt die aktive Arbeit mit den entwickelten Kennzahlen-Systemen.
KVP wird zum wichtigen Teil eines erfolgreichen, aktiven Qualitätsmanagements. Als Teil der allgemeinen Unternehmenskultur schafft kontinuierliche Verbesserung nachhaltige Wettbewerbsvorteile.
Studien zeigen: Fertigungsunternehmen mit systematischem Performance Management erzielen typischerweise eine initiale ROI in weniger als 12 Monaten.
Die kontinuierlichen Verbesserungen führen zu messbaren Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen, die die Investitionen in kurzer Zeit amortisieren.
Starten Sie mit 3-5 wesentlichen KPIs und erweitern Sie schrittweise. Unternehmen sollten nicht mehr als zehn Produktions-KPIs verfolgen, um die Komplexität beherrschbar zu halten.
Erste Verbesserungen können bereits nach wenigen Wochen messbar sein, wie das Beispiel von Thermo Fisher zeigt. Da es viele kleine Maßnahmen sind, die schnell umgesetzt werden können, steigt kontinuierlich die Prozessleistung.
Die Kosten variieren je nach Unternehmensgröße, aber Fertigungsunternehmen mit systematischem Performance Management erzielen typischerweise eine initiale ROI in weniger als 12 Monaten, was die Investition rechtfertigt.
Erarbeiten Sie Kennzahlen gemeinsam mit den Führungskräften und kommunizieren Sie transparent, welche Vorteile die Verbesserungen für das tägliche Arbeiten bringen.
Cloudbasierte Lösungen ermöglichen auch ohne eigene IT-Basis den Einstieg. Wichtig ist die schrittweise Einführung statt einer kompletten Systemumstellung.
[S] OptiProERP – The Importance of KPIs in Manufacturing: „The number of KPIs for a business should be around 10, since too many can become unmanageable and ineffective.“
[S] MasterControl – Manufacturing Excellence customers typically see initial return on investment (ROI) in less than 12 months
[S] Sci-Tech Today – Automation is directly linked to an error reduction rate spanning from 40% to 75% compared to traditional manual processes
[S] PTC – By standardizing data collection efforts and normalizing all production losses on the basis of time, Thermo Fisher saw a 17% OEE improvement in just 6 weeks
[S] OEE.com – OEE (Overall Equipment Effectiveness) is the gold standard for measuring manufacturing productivity
Copyright © 2025 Peter Littau
Copyright © 2025 Peter Littau